E-Netz Saar ab Dezember 2019

  • Hallo!

    Zum kommenden großen Fahrplanwechsel im Dezember treten einige Veränderungen mit Neuvergabe der Verkehrsleistungen in Kraft.

    Es sollen neue Züge angeschafft und eingesetzt werden. Vlexx übernimmt einige Linien im Saarland.

    Im Einzelnen sind das:

    Netz 1 - DB Regio - 3,2 Mio. Zugkm/a - 424.820.812,63 Euro

    RB 70 (Trier-) Merzig – Saarbrücken – Kaiserslautern

    RB 71 (Schweich-) Trier – Saarbrücken – Homburg

    RB 84 Trier Hafenstraße – Konz – Saarburg (voraussichtlich ab Dezember 2020)


    Netz 2 - Vlexx - 2,3 Mio. Zugkm/a - 348.740.671,60 Euro

    RB 72 Saarbrücken – Illingen – Lebach Jabach (voraussichtlich auf unbestimmte Zeit Dieselbetrieb)

    RB 73 Saarbrücken – St. Wendel – Neubrücke

    RB 74 Illingen – Neunkirchen – Homburg

    RB 76 Saarbrücken – Merchweiler – Neunkirchen – Homburg


    Vergeben wurden Netto-Verkehrsverträge.


    Für Netz 1 sollen 25 vierteilige Alstom Coradia Continental beschafft werden. Vlexx wird für Netz 2 21 dreiteilige Bombardier Talent 3 anschaffen.


    Quellen: VCD, Roter Renner, Vlexx und DB

  • Auch dies ist (mit Ausnahme der Preise) schon lange bekannt. Interessant dürfte nur werden ob wirklich alles so klappt. Bisher wurden ja noch keine der neuen Fahrzeuge ausgeliefert und es ist auch Fraglich ob das bis Dezember vollumfänglich klappt.

  • In einem Video auf Youtube habe ich gesehen, dass die BR 425 sogar bei der S-Bahn Rhein-Main eingesetzt werden (Nach Redesign in Krefeld.). Es ist auch die Rede davon, dass zum Ende des Jahres Fahrzeuge aus Trier nach Frankfurt kommen sollen. Ich nehme an, dass es sich dabei um die 425er handelt, die auf der RB 70 und RB 71 durch die Coradia Continental ersetzt werden.


    Link zum Video

  • Am besten hätte man alles so gelassen, ggfs die 425/426 einem Redesign unterzogen und gut ists. Die laufen jedenfalls zuverlässig. Bei dem Continental- und Talent-Schrott bin ich mir da nicht so sicher...


    Da hast du absolut recht. Von der Zuverlässigkeit sind die 425/426 echt super. Und umgebaut zum 425 Plus wie zB der NRW 425 067 auch noch bequem.



    Als Schrott würde ich die Fahrzeuge von Alstom keinesweges bezeichnen! Gerade die noch sehr jungen Coradia Continental der Hessichen Landesbahn (HLB) und der Metronom-Tochter Enno laufen überaus zuverlässig. Klar...manch einer würde jetzt auf das Dilemma bei den "Ossi-1440" der Mitteldeutschen Regiobahn zu sprechen kommen, hierfür kann der Hersteller Alstom jedoch herzlich wenig, wenn der Zulieferer für die Radsätze ohne bescheid zu geben willkürlich einen anderen Stahl verwendet und es somit zu den bekannten Ausbröckelungen an den Laufflächen der Räder kommen musste...

    Vllt. neu für einige hier aber auch die 1440 der S-Bahn Rhein-Ruhr fielen 2018/2019 zeitweise längerfristig aus und wurden durch in Doppeltraktion verkehrende 648er ersetzt...blöd nur, dass es die S-Bahn Rhein-Ruhr bzw. DB Regio nicht geschafft hat, Ersatzteile rechtzeitig zu beschaffen...auch hier kann der Hersteller Alstom nichts für...


    Auf die ET 425/426 trifft dahingegen "Schrott" leider schon eher zu, auch ein Redesign, wie bei den 425plus aus NRW, kann bei diesen (ursprünglich von Adtranz für nur 15 Jahre konzipierten) Triebzügen nicht mehr helfen....und wirklick "bequem" wie Florian sagt sind die 425plus definitiv nicht...weiterhin sorgen die Fahrmotoren für teilweise ohrenbetäubende Frequenzen beim Anfahren und Bremsen, die eingebauten Talent 2 sitze sind auch keine wirkliche Komfortsteigerung und sowas wie WLAN oder Steckdosen konnte ich, als ein NRW 425plus leihweise dem Bw Trier ausgeholfen hat, auch nicht finden...

  • "weiterhin sorgen die Fahrmotoren für teilweise ohrenbetäubende Frequenzen beim Anfahren und Bremsen"


    In diesem Punkt habe ich mich immer gefragt, nach welchen Kriterien die Abnahme und Zulassung von

    EB-Fahrzeugen erfolgt, denn : Fahrgeräusche können nicht nur gehört, sondern auch in Dezibel (dB) gemessen

    werden ! Gibt es hier Grenzwerte ? In den 425/426 sind aus meiner Sicht diese Grenzwerte definitiv

    überschritten worden ! Hinzu kommen die Resonanzen, die gerade beim Anfahren und Bremsen

    das berühmte "Aschenbecherscheppern" verusacht haben. Der Grund liegt wohl in der absolut

    mangelhaften Dämpfung und Schallisolation der in den Drehgestellen verbauten Fahrmotoren.

    Hier liegt definitiv ein Entwicklungsfehler vor und die Fahrzeuge hätten so gar nicht zugelassen werden dürfen.


    VG


    Harald

  • Ganz deiner Meinung