was passiert mit unseren Museumsbahnen??

  • da ist man in einem Land stolz, daß am Strecken für Museumseisenbahnen im eigenen Land hat :|

    die Losheimer Museumsbahn hat über Jahrzente ganz tolle Dinge für unser Land, und den Torurismus, geleistet.

    Leider fehlt die richtige Unterstütung s. Artikel Neuigkeiten von Plattform


    Die Ostertalbahn, die ehrenamtlcih die Strecke von Ottweiler nach Schwarzeden ganz toll in Funktionsfähikeit gehalten hat.


    Auch die Ostertalbahn soll einfach stillgelegt werden!!! ??? (s.Petition)

    Da konnte die Bahnlinie richtig in Funktion kommen, weil sich in Schwarzerden ein Werk ansiedelt. Pustekuche, Anliefrung und Versand sollen über Straße erfolgen

    Noch schlimmer: das Werk aus der Rüstungsbranche will das Geländer der Ostertalbahn haben!! (will haben! Es wollte auchmal jemand Grönland haben :cursing:)


    Dafür soll die gesamate Ostertalbahn weichen :evil::evil::?::?::huh::huh:8|8|

    Ich weiß nicht, was das alles soll!!!!!


    Aber, vielleicht gibt es einen Hoffnungsschimmer: geringe Möglichkeiten: https://www.sr.de/sr/home/nachri…t_knds_100.html


    Hoffen wir auf das Beste


    Hans-Joachim

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    Am Montag bin ich über einen Beitrag gestolpert, dass in einem Gremium des Landjreises St. Wendel über die Ostertalbahn beraten wird:

    SessionNet | Ostertalbahn

    (Klick auf "Beschlussvorlage").


    Zitate:

    "Die KNDS wird keinesfalls die Ostertalbahn als Transportmittel nutzen."

    "Das Land sieht selbst bei einer Ausweitung der touristischen Nutzung keinerlei Fördermöglichkeiten für Sanierungsarbeiten."

    "Unter diesen Gegebenheiten scheint ein Rückzug als Eisenbahninfrastrukturunternehmen mit Abgabe der Betreiberverantwortung und Beendigung des Pachtvertrages aus Sicht der Verwaltung der sinnvollste Weg zur Vermeidung nicht abschätzbarer finanzieller Risiken zu sein. Gleichzeitig könnten hierdurch die Voraussetzungen geschaffen werden, den Erweiterungsplänen von KNDS Rechnung zu tragen."


    Der AkO resigniert scheinbar auch schon:
    "Einzige aus Sicht des AkO weiter verfolgbare Option stellt deren Variante 3 (Umbau in Oberkirchen zu einem Bahnhof und Nutzung der Restfläche in Schwarzerden als Betriebsbahnhof) dar. Die Varianten zu 1 werden vom AkO selbst ausgeschlossen, die Varianten zu 2 helfen der KNDS nicht weiter."

    dazu:

    Der Bau eines Ersatzbahn-hofes, völlig unabhängig von der gewählten Variante, erfordert den Einbau von mindestens zwei Weichen, die Schaffung von Abstellgleisen und den Bau eines Bahnsteiges. Alle Beteiligten stimmen darin überein, dass dies zu weiteren Kosten mindestens im 7-stelligen Bereich führen wird. Zwar sieht esder AkO so, dass diese Kosten von der SHS oder der KNDS zu tragen wären; dies hält die Kreis-verwaltung für wenig aussichtsreich. Fragen nach Lagerflächen und Gästeparkplätzen sowie der Stromversorgung sind dabei noch gar nicht thematisiert, die eisenbahntechnische Genehmigungsfähigkeit zudem noch fraglich und ein vorgeschaltetes Planfeststellungsverfahren unabdingbar.


    Beschlussvorschlag:
    Der Kreistag beschließt
    •die Verkaufsabsicht des kreiseigenen Grundstückes Gemarkung Schwarzerden, Flur 4, Flurstück Nr. 47/9 (3.820 m²) für Zwecke der KNDS
    •die Beauftragung einer Anwaltskanzlei mit der Prüfung, welche Optionen für den Landkreis St. Wendel bestehen, um von der Betreiberverantwortung für die Ostertalbahnstrecke entbunden zu werden.


    ---

    Sieht also für mich danach aus, als wäre das Ende der Ostertalbahn nahezu besiegelt. Traurig und Enttäuschend, da hätte ich mehr vom Landkreis Sankt Wendel erwartet.

    Leider kein Aprilscherz.

    Man hätte sicher auch eine andere Lösung gefunden, gerade für die Rüstungsindustrie bietet sich der Transport über die Gleise doch an. Aber tausende schwerer LKW auf den öffentlichen Straßen sind wohl billiger und die Profite sind höher...


    Habe jetzt erst den SR-Artikel gelesen... lässt ja an die Hunsrückbahn erinnern... das macht Hoffnung!

  • Hier ist aus meiner Sicht der Gesetzgeber gefordert.

    Ein (Schwer-) Transport von Panzern etc. über die Strasse wäre demnach dann und nur dann erlaubt,

    wenn alle anderen Optionen (z.B. Schiene oder Wasser) nicht machbar sind.

    Eigene Meinung : Die Grünen sind müde geworden.

    VG

    Harald

  • Liebe Mitglieder,

    am Montag, den 30. März 2026 hat der Kreistag in St. Wendel möglicherweise den Anfang vom Ende der Ostertalbahn eingeleitet. Offiziell beschlossen hat man die Verkaufsabsicht für das kreiseigene Grundstück im Bf Schwarzerden (Rampengrundstück) für Zwecke der KNDS sowie die Beauftragung einer Anwaltskanzlei mit der Prüfung, welche Optionen für den Kreis bestehen um von der Betreiberverantwortung für die Ostertalbahn entbunden zu werden. Aus unserer Sicht ist letzteres nur über ein Stilllegungsverfahren möglich; eine Kündigung des Pachtvertrags ist hierzu nicht ausreichend.

    Allerdings hat man in der Kreistagssitzung vor der Beschlussfassung mehrfach betont, dass es jetzt nicht um eine Stilllegung geht, stattdessen wolle man sich auch mit den Möglichkeiten eines Weiterbetriebs beschäftigen. Ob man sich später auch noch an diese Worte erinnert, darf aufgrund der gesamten Umstände durchaus bezweifelt werden, auch wenn vereinzelt aus den Fraktionen Möglichkeiten für finanzielle Unterstützungen vorgeschlagen wurden und weiteres in den nächsten Wochen beraten werden soll; was und mit wem ist uns bisher nicht bekannt.

    Allerdings wurde von allen Seiten immer wieder (und fast ausschließlich) auf die Kosten der Strecken- und Brückenunterhaltung hingewiesen und dass diese Ausgaben in Zukunft steigen werden (stichhaltige Argumente/Belege hat man diesbezüglich nicht vorgelegt). Ob und in welcher Höhe Kosten für die Brückeninstandhaltung in Zukunft zu tragen sind, kann derzeit niemand sagen; der Kreis sieht hier aber ausschließlich finanzielle Risiken ohne auch nur die Brückenprüfungen abzuwarten. In Anbetracht der aktuellen Haushaltssituation (der Kommunen) könne man sich diese Kosten nicht mehr erlauben oder den Gemeinden zumuten. Ebenso wurden als Gründe gegen die Bahn genannt, dass die Ostertalbahn nicht im Verkehrsentwicklungsplan für eine Reaktivierung vorgesehen ist und KNDS wiederholt einen Transport der Güter über die Schiene ausgeschlossen hat. Punkte die aus unserer Sicht viel zu kurz greifen. Den Mehrwert der touristischen Verkehre und der erlebbaren Geschichte wurden an keiner Stelle erwähnt oder als relevante Punkte in die Betrachtungen mit einbezogen; obgleich man dem AkO für sein Engagement dankte.

    Im Vorfeld zu der jetzigen Entscheidung, gab es im Januar auf Einladung des Landrats einen runden Tisch mit allen Beteiligten; uns als AkO hat man dazu aber kurzfristig ausgeladen und nur im Nachgang in kleinerer Runde mit KNDS und SHS informiert. Die SHS (Strukturholding Saar), welche die Werkserweiterung vorbereiten soll, hatte im Dezember eine Kaufanfrage für das kreiseigene Rampengrundstück gestellt und ebenso bei der DB für die gesamte Bahnhofsfläche zum Kauf angefragt. Beim Treffen im Januar wurden wir darüber informiert, dass der Bereich zwischen Bahnübergang und ehemaliger Lehrwerkstatt/Jugendtreff für eine Erweiterung der KNDS zwingend benötigt würde. Also genau der Bereich des Bahnhofs Schwarzerden, der den Bahnhof erst zu dem macht, was er ist. Man wolle die Ostertalbahn prinzipiell nicht zerstören, aber wir müssten dann selbst schauen, wie man etwas auf der restlichen Fläche machen kann. In Folge haben wir auch verschiedenen Varianten geprüft, von denen aber keine wirklich überzeugen konnte; sei es aufgrund der Topografie, fehlender Abstellgleise oder weil keine Lager- und Verlademöglichkeiten für die Streckenunterhaltung vorhanden sind.

    Von Seiten der KNDS, SHS aber auch des Landkreises war man damals wohl äußerst überrascht, dass es derartige rechtliche Hürden (Stilllegung und Entwidmung) gibt, um die Flächen des Bahnhofs anderweitig zu nutzen. Ob man auf Seiten der KNDS bzw. SHS aufgrund der neu erlernten Umstände zwischenzeitlich immer noch (bzw. vorrangig) an der Bahnhofsfläche interessiert ist, denn die Erweiterung soll 2030 in Betreib gehen und das könnte bei der veranschlagten Bauzeit ambitioniert werden, können wir derzeit nicht sagen.

    Auf Seiten des Kreises scheint es jetzt aber so, als ob man schnellstmöglich das Kapitel Ostertalbahn beenden und die KNDS-Erweiterung mit allen Möglichkeiten unterstützen will. Zumindest lässt dies der Beschluss im Kreistag und der Fakt, dass man die Bahnstrecke nur noch als Kostenfaktor sieht, vermuten. Dass zwischenzeitlich ein drittes (gewerbliches) Eisenbahnunternehmen Interesse bekundet hat, die Strecke sowie die Laderampe für den Gütertransport zu nutzen, wird im Kreis vermutlich nicht auf große Gegenliebe stoßen, zumal die Firma auch gleich mitgeteilt hat, dass eine Stilllegung mit ihr nicht so einfach zu machen sein wird. Für unser Ziel die Ostertalbahn zu erhalten, ist dies aber natürlich äußerst förderlich und im Sinn eines Weiterbetriebs der Strecke zu begrüßen.

    Auch wenn wir mit den Landkreis nun voraussichtlich den wichtigsten und bisher entscheidendsten Fürsprecher für die Ostertalbahn verlieren und an vielen Stellen der Umgang mit unserem Verein, seinen Arbeiten und Leistungen und damit im Grunde auch mit euch und eurem Engagement, mehr als zu wünschen übrig lässt, werden wir auch weiterhin alles mögliche versuchen, damit die Ostertalbahn noch lange erhalten bleibt.

    Wo die Logik aufhört, fängt die Bahn an!

  • Wäre sehr schade um die Bahn: sind schon oft damit gefahren. Aber in Zeiten wie diesen, haben Rüstungsprojekte uneingeschränkten Vorrang! Bereit und kraftvoll sein, um niemals eingesetzt werden zu müssen!

  • Wäre sehr schade um die Bahn: sind schon oft damit gefahren. Aber in Zeiten wie diesen, haben Rüstungsprojekte uneingeschränkten Vorrang! Bereit und kraftvoll sein, um niemals eingesetzt werden zu müssen!

    Solche Parolen irritieren in dieses Forum, in dem wir seit Jahren freundliche Umgangsformen und eine sachlich-informative Diskussionskultur pflegen. Wir sind hier nicht bei DSO.

    Es geht hier um ein Rüstungsprojekt eines international produzierenden finnischen Rüstungskonzerns. Das es in der ganzen westlichen Welt keine andere geeignete Industriefläche außer ausgerechnet den paar Quadratmetern am Bahnhof in Schwarzerden geben soll, überzeugt mich nicht.

    Außerdem entspricht die Aussage, dass Rüstungsprojekte "uneingeschränkten Vorrang" hätten nicht den Tatsachen. Das haben im Saarland nicht mal militärische Bauvorhaben des Bundeswehr, geschweige denn zivile Bauvorhaben privatwirtschaftlicher Unternehmen.

    Nebenbei gesagt ist es absurd, eine militärische Fahrzeugproduktion ohne Bahnanbindung zu planen die ausschließlich auf dem Straßenweg erreichbar ist.

    Edited once, last by Pfalzbahn (April 6, 2026 at 8:13 PM).

  • Nebenbei gesagt ist es absurd, eine militärische Fahrzeugproduktion ohne Bahnanbindung zu planen die ausschließlich auf dem Straßenweg erreichbar ist.

    Naja… ich kann KNDS da schon wirklich verstehen, wenn die keine Lust haben auf einer maroden sanierungsbedürftigen „Museumsbahn“ zu transportieren, da keine 200 Meter Luftlinie die Auffahrt zur Autobahn A62 sprichwörtlich vor der Haustür liegt… und zu Anwohnerbeschwerden und kaputten Straßen kann und wird es hierbei nicht kommen, da keiner der Lkw‘s durch den Ort Schwarzerden fahren muss… lediglich die Brücke über die L349 zwischen A62 und KNDS Toreinfahrt würde wohl etwas in Mitleidenschaft gezogen werden…

    Wo die Logik aufhört, fängt die Bahn an!

  • Naja… ich kann KNDS da schon wirklich verstehen, wenn die keine Lust haben auf einer maroden sanierungsbedürftigen „Museumsbahn“ zu transportieren, da keine 200 Meter Luftlinie die Auffahrt zur Autobahn A62 sprichwörtlich vor der Haustür liegt… und zu Anwohnerbeschwerden und kaputten Straßen kann und wird es hierbei nicht kommen, da keiner der Lkw‘s durch den Ort Schwarzerden fahren muss… lediglich die Brücke über die L349 zwischen A62 und KNDS Toreinfahrt würde wohl etwas in Mitleidenschaft gezogen werden…

    KNDS kann man natürlich keinen Vorwurf machen. Es ist die Aufgabe des Saarlandes, für funktionierende Schienenwege zu solchen Industriebetrieben zu sorgen. Auch eine Freizeit- und Touristikbahn kann kontinuierlich gepflegt und aufgewertet werden um irgendwann für den Güterverkehr zur Verfügung zu stehen, siehe Wieslautertalbahn.

  • KNDS kann man natürlich keinen Vorwurf machen. Es ist die Aufgabe des Saarlandes, für funktionierende Schienenwege zu solchen Industriebetrieben zu sorgen. Auch eine Freizeit- und Touristikbahn kann kontinuierlich gepflegt und aufgewertet werden um irgendwann für den Güterverkehr zur Verfügung zu stehen, siehe Wieslautertalbahn.

    Da gebe ich dir widerum natürlich voll und ganz Recht! Aber wir sind es doch gewohnt, dass sowas in unserem jämmerlichen Bundesland leider absolut nicht gewollt ist...?(

    Wo die Logik aufhört, fängt die Bahn an!