Vlexx : Antreten zum Rapport

  • Bericht von Unternehmen Vlexx gefordert
                                           
    Verkehrsministerin Rehlinger hat vor

    dem Hintergrund der erneuten Zugausfäl-
    len beim Bahnunternehmen Vlexx gefor-
    dert, das Unternehmen müsse die Miss-
    stände schnellstmöglich abstellen.
                                           
    Die SPD-Politikerin kündigte an, die
    Geschäftsführung des privaten Bahnun-
    ternehmens ins Ministerium zu laden und
    ausführlich Bericht erstatten zu las-
    sen.
                                           
    Bei Vlexx war es in den vergangenen Ta-
    gen zu zahlreichen Ausfällen auf den
    Strecken zwischen Illingen und Homburg
    sowie zwischen Saarbrücken und Neubrü-
    cke gekommen.


    Quelle : Saartext-Seite 113 vom 16.02.2020


    Einen schönen Restsonntag wünscht


    Harald

  • Guten Morgen,

    hat die DB Regio nun die Strecke Saarbrücken Neubrücke wieder übernommen oder doch nicht? Letzte Woche Mittwoch wurde die RB um 16.05 Uhr ab SB von einem Tfzf gefahren, der von der MEV kam.


    Noch eine kleine Anmerkung aus SHO: Die RB aus Neunkirchen kommt werktags um 17.05 Uhr auf Gleis 6 an. Dieser Zug fährt (schon seit mehreren Fahrplanperioden) um 17.12 Uhr zurück nach Neunkirchen, all die Jahre vorher natürlich auch von Gleis 6. Trotzdem ist die Abfahrt dieses Zuges jeden Tag auf Gleis 7 (am anderen Bahnsteig Gleis 7, angezeigt und wird auch bei den Ansagen und der el. Zuganzeigen so ausgewiesen. Der Zug müsste also in 7 Minuten von Gleis 6 zu Gleis 7 rangieren und dabei den Bahnhofsbereich verlassen. Das ist in der Zeit nicht zu schaffen. Ergo, Reisende gehen zu Gleis 7, wo dann regelmäßig etwa 2 Min. vor der Abfahrt angezeigt wird, dass der Zug von Gleis 6 fährt. Gemeckert wird dann mit dem Personal von Vlexx, obwohl die DB das verbockt hat.

    Als frage ich mich, warum ist diese Planung so gemacht worden?

    Gruß Thomas.

  • Moin Thomas :)

    Die RB73 (SSH-SSWD) wurde zum Teil bis Dezember von der DB übernommen. Allerdings leidet die DB wohl selbst am Tf-Mangel, anders könnte man die Anmietung von Tf aus Verleihern nicht erklären. Für diese zwei Pendelzüge wurden 426 036, 426 037, 426 038 und 426 041 von Vlexx an die DB zurück gegeben.


    In SHO ist es so ein Fall für sich. Grundlegend wenden die Züge immer direkt und fahren wieder zurück nach SILG/SNK. Wieso die Fahrpläne und Anzeigen immer wieder Gleis 7 mit ins Spiel bringen, keine Ahnung. Meist fuhr alles per Gleis 6 ab. Wieso das so ist? Wohl wieder zu viele Theoretiker :/

    Gruß Daniel

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank für die informativen Rückmeldungen. Bezüglich der Problematik "Gleis 6 - Gleis 7" in SHO hätte ich noch anmerken sollen, dass die Gleisangaben seit dem letzten Fahrplanwechsel auch in den Fahrplänen und Apps so hinterlegt sind. Das ist das eigentlich für mich nicht Nachvollziehbare, da das schon von der Planung her so nicht geht!

    Gruß Thomas.

  • Theorie und Praxis laufen eben nicht immer parallel. Wo genau da der Fehler her kommt können wir natürlich nicht nachprüfen. Möglich ist zB dass Vlexx dies gewünscht hat da sie ursprünglich keine kurzwende machen wollten. Dass irgendwer im Fahrplanbüro das am Schreibtisch sich so überlegt hat, wäre natürlich auch nicht unmöglich.


    Was jedoch absolut korrekt ist, dass dies in allen Systemen (Fahrplan für Fdl, Aushangfahrplan am Bf, App, Internet..) gleich ist.

  • Land droht Vlexx Abmahnung an
                                           
    Das Verkehrsunternehmen Vlexx muss nach
    den Ausfällen auf mehreren Regional-
    bahnstrecken im Saarland mit einer
    schriftlichen Abmahnung des Verkehrsmi-
    nisteriums rechnen.
                                           
    Staatssekretär Barke sagte nach einem
    Gespräch am Dienstagnachmittag, das
    Land habe die Erfüllung der Verträge
    nochmals energisch eingefordert. Zudem
    habe man eine Prüfung angefordert.
                                           
    Ein Wirtschaftsprüfer solle die Leis-
    tungsfähigkeit von Vlexx nachweisen.
    Eine Kündigung des Vertrags mit Vlexx
    sei derzeit keine Option. Für die Aus-
    fälle müsse Vlexx Strafen zahlen.


    Quelle : Saartext-Seite 114 vom 19.02.2020


    Dazu mein Kommentar :

    Die Probleme mit den Tf sind hausgemacht, hinzu kommen

    wirtschaftliche Probleme bei Bombardier in Bezug auf die neuen Talent 3.


    VG


    Harald


  • Vlexx kritisiert Deutsche Bahn
                                           
    Das private Bahnunternehmen Vlexx hat
    die mangelhafte Infrastruktur der Deut-
    schen Bahn kritisiert. Das Unternehmen
    teilte dem SR mit, dadurch komme es im-
    mer wieder zu Problemen.
                                           
    Vor allem auf der Strecke Frankfurt-
    Saarbrücken stünden zu wenige Gleise
    für zu viele Züge zur Verfügung. Als
    Folge käme es schon bei Frankfurt zu
    Staus und dadurch zu Verzögerungen.
                                           
    Diese könnten auf dem Weg ins Saarland
    nicht mehr aufgeholt werden. Das Wirt-
    schaftsministerium im Saarland hatte
    Vlexx zuvor wegen zahlreicher Ausfälle
    und Verspätungen abgemahnt.


    Quelle : Saartext-Seite 113 vom 07.03.2020


    VG


    Harald

  • Hier muss ich Vlexx ausnahmsweise recht geben. Ich fahre beruflich seit vielen Jahren oft die Strecke Mainz-Frankfurt und erlebe dauernd, dass es hinten und vorne klemmt. Gestern Abend waren alle Züge aus Frankfurt Richtung Mainz/ Saarbrücken/ Koblenz 20-25 min verspätet wegen Stellwerksstörung. Es klemmt überall: Signal- und Stellwerksstörungen gehören zur Tagesordnung, aber - wie Vlexx richtig sagt - zwischen Frankfurt-Mainz und Gau-Algesheim (wo Rheintal- und Nahetalstrecke sich trennen) ist der Korridor zu eng.

    Seit Anfang der 90er Jahre wurde immer wieder über ein 3. Gleis zwischen Mainz und Gau-Algesheim diskutiert! Passiert ist nix, hingegen wurden Überholgleise (Budenheim, Uhlerborn) abgeklemmt. Das PV-Angebot ist mittlerweile großartig - aber auch nötig. Hinzu kommt auf der erwähnten Strecke ja auch der unglaublich intensive Güterverkehr im Korridor Rotterdam-Genua.

    Der Schienen- wie Straßenverkehr im Rhein-Main-Raum kracht aus allen Nähten. Andererseits liegen "Bypässe" wie die Rheinhessen-Querbahn Bingen-Worms ganz ruhig da - einmal pro Stunde und Richtung ein Triebwägelchen, während die A 61 nebenan völlig zugestaut ist. Leider hat man die Infrastruktur vor Jahren dermaßen reduziert, dass kaum noch mehr Verkehr möglich ist. Oder die Alsenzbahn, die auch als Entlastung für den GV dienen könnte (Bingen-Bad Kreuznach-Hochspeyer-Karlsruhe). Auch hier gibt es nur stündlich RBs und zweistündlich REs. Da wäre viel mehr drin. Immerhin ist die Alsenzbahn zweigleisig und wird auch immer wieder als Kandidatin für eine Elektrifizierung genannt.


    Das eigentliche Hauptproblem ist die Verkehrspolitik im Bund wie in manchen Bundesländern, die immer noch viel zu straßen-orientiert ist. Da ist das Saarland ja ein leider bitteres Beispiel.

  • Das eigentliche Hauptproblem ist die Verkehrspolitik im Bund wie in manchen Bundesländern, die immer noch viel zu straßen-orientiert ist. Da ist das Saarland ja ein leider bitteres Beispiel.


    Genau so ist es. Da kann dann auch die Bahn nicht viel dafür. Bei solchen Projekten wie ein drittes Gleis ist immer der Bund mit im Boot und auch die jeweiligen Landesregierungen. Wer nicht nachdrücklich genug fordert und dann auch unterstützt der bekommt auch nichts. Seit Jahren ist das Baugeschäft der Bahn an ihrer Grenze da es an Fachkräfte (und Baufirmen) zur Planung und Ausführung mangelt.