Posts by Fi-Fa-Fuzzemann

    Noch bis Samstag gibt es die Carte Fluo zum halben Preis, für 10 EUR (1 Jahr lang gültig) .
    Mit der Karte sind alle Regionalzüge innerhalb der Region Grand Est zum halben Fahrpreis benutzbar.

    https://www.ter.sncf.com/grand-est/tarifs-cartes/cartes-reduction/carte-fluo

    Preisbeispiele:

    • Sarreguemines -> Basel 22 EUR statt 44 EUR
    • Sarreguemines -> Strasbourg 10,40 EUR statt 20,80 EUR
    • Forbach -> Metz 8 EUR statt 16 EUR

    Fuktioniert wie die Bahncard völlig unkompliziert, keine Ausschlusstage, Kontingente oder ähnliches.
    Aber Achtung, auf den Grenzabschnitten von und nach Deutschland und Luxemburg gibt es keine 50% Ermäßigung, für durchgehende Tickets ab Saarbrücken wird also der volle Preis berechnet.

    Aktuelle Pressemeldung:

    Zuschlag im Vergabeverfahren „MoselLux“ an DB Regio

    Die Moselstrecke ist Rückgrat des Nahverkehrs auf der Schiene im Norden von Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Als Ergebnis des Vergabeverfahrens mit der offiziellen Bezeichnung „MoselLux“ erfährt das zukünftige Zugangebot im Korridor Mosel/Luxemburg wesentliche Verbesserungen für die Fahrgäste. Dazu hat der SPNV-Nord unter seiner Federführung gemeinsam mit dem im Saarland beteiligten Aufgabenträger, d. h. dem Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV), ein europaweites Vergabeverfahren durchgeführt.


    Nun konnte der Zuschlag an die DB Regio AG erteilt werden.


    Im Rahmen der Vergabe MoselLux erfolgt eine Neustrukturierung der Verkehrsleistungen auf der Moselachse ab Dezember 2024. Dabei umfasst das ausgeschriebene Betriebsprogramm folgende Zuglinien, die in 3 Betriebsstufen gestaffelt an den Start gehen:


    Betriebsstufe I (ab 12/2024 bis 12/2039)

    • RB 81 (Trier – Koblenz)
    • RB 82 (Perl – Trier)
    • RB 83 (Wittlich – Trier-West – Luxemburg)
    • Zusatzfahrten RE 11 (Trier – Wasserbillig – Luxemburg)

    Betriebsstufe II (ab 12/2025 bis 12/2039)

    • Zusatzfahrten RB 10 (Koblenz – Kaub)

    Betriebsstufe III (ab 12/2029 bis 12/2039)

    • RE 85 (Traben-Trarbach – Bullay – Koblenz)
    • RE 86 (Traben-Trarbach – Bullay – Trier)

    Das Wichtigste zu den Linien der Vergabe MoselLux:
    • Die RB 81 und RB 82 bleiben in ihren Grundstrukturen erhalten, wobei die RB 82 in ihrer zeitlichen Lage geringfügig angepasst werden musste. Hier bleiben die wichtigen Anschlüsse vom/zum SÜWEX sowie von/nach Luxemburg bestehen.
    • Die RB 83 verkehrt über die „Weststrecke Trier“ und erhält zusätzliche Fahrten morgens und nachmittags.
    • Die aktuell noch dieselbetriebene Moselweinbahn (RB 85 Bullay – Traben-Trarbach) soll bis zur Betriebsaufnahme im Dezember 2029 elektrifiziert werden. Zudem wird ein neues RE-Angebot eingeführt, das jeweils aus einem 2-h-Takt der RE 85 (Traben-Trarbach – Koblenz) und der RE 86 (Traben-Trarbach – Trier) besteht, den gewohnten 1-h-Takt auf der Moselweinbahn sichert und neue Direktverbindungen nach bzw. von Koblenz und Trier schafft.


    Im Folgenden noch einige wesentliche Fakten zum neuen Verkehrsvertrag:

    • Leistungsvolumen von rd. 2,85 Mio. Zug-km in der Betriebsstufe I bis rd. 3,6 Mio. Zug-km in der Betriebsstufe III

    • Ausgestaltung als sog. Brutto-Vertrag, womit die Erlösverantwortung bei den SPNV-Aufgabenträgern liegt

    • Erhöhung der Zugbegleitquote auf 100% auf allen Linien

    • In der touristischen Saison erfolgt der Einsatz von eigenen Servicekräften zur Fahrradbeförderung als Unterstützung für die Fahrgäste am Bahngleis und im Zug

    • Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Tariftreue

    Bei der Vergabe MoselLux durften sowohl Neu- als auch Gebrauchtfahrzeuge angeboten werden, wobei die Neufahrzeug-Beschaffung aufgabenträgerseitig durch Fahrzeugfinanzierungshilfen unterstützt wird. Für den Betrieb der grenzüberschreitenden Linie RB 83 nach Luxemburg ist die Nutzung von mehrsystemfähigen Fahrzeugen der luxemburgischen CFL im Rahmen einer sog. Fahrzeugbeistellung vorgegeben.


    Besonderes Augenmerk bei der MoselLux-Vergabe wurde auf den Radverkehr gelegt. Daher sind eine Transportkapazität von 30 Fahrrädern pro Fahrzeug, eine bessere Kennzeichnung der Mehrzweckbereiche zur Radbeförderung und ein Einbahnstraßensystem zur Fahrradverladung mit Unterstützung durch Servicekräfte in der Saison vom zukünftigen Betreiber gefordert.


    Insgesamt entsprechen die neuen Fahrzeuge den aktuellen Bedürfnissen der Fahrgäste und tragen auch den besonderen Anforderungen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste Rechnung. Die Fahrzeuge bieten eine Kapazität von rd. 250 Sitzplätzen, größere Sitzabstände mit einem hohen vis-a-vis Anteil, Tische in der 1. und 2. Klasse, moderne Fahrgastinformationssysteme, benutzerfreundlichen Toiletten, WLAN u.v.m.


    Landrat Achim Hallerbach
    , Verbandsvorsteher des SPNV-Nord, ist auf den erfolgreichen Abschluss des Vergabeverfahrens MoselLux sehr stolz:

    „In weniger als 8 Monaten vom Start des Teilnahmewettbewerbes bis zur Zuschlagserteilung ist es uns gelungen, dieses ambitionierte Wettbewerbsverfahren durchzuführen. Hierüber bin ich begeistert und danke dem beteiligten Mit-Aufgabenträger, dem Saarland, allen Projektpartnerinnen und -partnern im Verfahren sowie den Mitwirkenden auf Seiten der beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen für den Einsatz. Und natürlich besonderer Danke an die Geschäftsstelle des SPNV-Nord, welche das Verfahren federführend betreut hat. Nach der positiven Resonanz auf den Teilnahmewettbewerb haben wir mit den ausgewählten Bewerbern ein intensives Verhandlungsverfahren durchgeführt, bei dem die Vergabeunterlagen unter Berücksichtigung unternehmensseitiger Ideen weiterentwickelt wurden. Im Ergebnis sind wir mit den erhaltenen Angeboten sehr zufrieden und freuen uns über die Zuschlagserteilung an DB Regio, der die Gremien von rheinland-pfälzischer und saarländischer Seite zugestimmt haben.“


    Petra Berg, saarländische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz stellt lobend heraus:


    „Mit der Vergabe MoselLux ist es dem Saarland gemeinsam mit dem SPNV-Nord gelungen, das Nahverkehrs-Angebot auf der Schiene im Korridor Mosel/Luxemburg in Teilen neu zu konzipieren und zu verbessern. Die Fahrgäste dürfen sich dabei auf größere und komfortablere Fahrzeuge freuen. Besonders die Radfahrerinnen und Radfahrer werden von dem neuen Angebot profitieren. Das verbesserte Verkehrsangebot wird den Tourismus in der Großregion weiter stärken und zugleich die Alltagsmobilität verbessern. Von daher freut es mich sehr, dass sich das Mobilitätsministerium als saarländischer Aufgabenträger mit seinem Anteil an der Obermoselstrecke in die Vergabe einbringen konnte.“


    Katrin Eder, rheinland-pfälzische Klimaschutz- und Mobilitätsministerin, sieht die gestellten Anforderungen des Vergabeverfahren im Rahmen der Verkehrswende und des Klimaschutzes als guten Schritt:

    „Wir brauchen dringend mehr Klimaschutz, daher müssen wir die Mobilitätswende vorantreiben. Dazu benötigen wir vernetzte und verbesserte Angebote – bei der täglichen Fahrt zur Arbeit, aber auch bei den Freizeitverkehren. Und dazu stellt dieses Verfahren einen wichtigen Baustein dar. Die geforderten barrierefreien Fahrzeuge mit großzügigem Platzangebot und den Fahrradstellflächen bieten nicht nur für die Urlauberinnen und Urlauber der Tourismusregion Mosel eine echte Alternative bei der Mobilität ohne Auto. Mit dem verbesserten Betriebsangebot und der Anbindung an den SÜWEX ist eine Reisekette mit der Bahn aus ganz Rheinland-Pfalz bequem möglich. Und durch das moderne Fahrgastinformationssystem und WLAN in den Fahrzeugen kann der Fahrgast unterwegs kommunizieren, arbeiten oder sich einfach nur unterhalten lassen.“

    Maik Dreser, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio AG, Region Mitte, betont:

    „Wir freuen uns sehr, die MoselLux-Vergabe gewonnen zu haben und weiterhin für unsere Fahrgäste an der Mosel da sein zu dürfen. Die Vergabeentscheidung zu unseren Gunsten ist für uns Bestätigung und Motivation zugleich: Unsere Fahrgäste können sich auf ein verbessertes Fahrplanangebot und mehr Service und Komfort in neuen Fahrzeugen vom Typ „FLIRT“ des Herstellers Stadler Rail freuen. Für unsere Mitarbeitenden in der Region ist der erneute Zuschlag auch eine Wertschätzung ihrer Leistung, stärkt unseren Werkstandort in Trier und sichert nachhaltig viele Arbeitsplätze.“

    Steckbrief der Neufahrzeuge der Vergabe MoselLux:

    • 19 Triebfahrzeuge vom Typ Flirt³ des Fahrzeughersteller Stadler Rail
    • 4-teilige Fahrzeuge mit 4 angetriebenen Radsätzen
    • Gesamtlänge: 86,90 m
    • 245 Sitzplätze, Rollstuhl- und Kinderwagenplätze
    • 30 Fahrradstellplätze pro Fahrzeug
    • Vollklimatisierter Fahrgastraum mit großen getönten Fenstern
    • Abgetrennter 1. Klasse Bereich mit vergrößertem Sitzabstand, Teppichboden und komfortableren Sitzen
    • Steckdosen und USB-Anschluss in jeder Sitzreihe
    • Kostenfreies WLAN im gesamten Zug
    • 2 Fahrgast-WC, eins davon barrierefrei und mit Wickeltisch
    • Über 50 % der Sitze in Vis-à-Vis Anordnung mit großem Mitteltisch
    • Alle weiteren Sitze mit Klapptisch an der Rücklehne
    • Modernes Fahrgastinformationssystem mit großen Bildschirmen in Kombination mit regionalen Informationen und Werbung
    • Durchgehende Haltemöglichkeiten im gesamten Zug
    • Digitale Videoüberwachung der Fahrgasträume
    • Niederflureinstiege für bequemes Ein- und Aussteigen
    • Ausfahrbare Trittstufe für niedrige Bahnsteighöhen
    • Prägnante Piktogramme und Hinweise außen und innen zur leichten Orientierung der Fahrgäste und zu schnellem Ein- und Ausstieg

    Guten Morgen,

    wie sieht es denn derzeit mit dem Verkehr auf der Primstalbahn aus?

    Ende April gab es ja viele schöne Fotos hier im Forum, da war der Zug anscheinend regelmäßig Nachmittags nach 14 Uhr in Richtung Schmelz unterwegs.
    Ist das immer noch so? Ich würd dann da auch mal mein Glück versuchen in den nächsten Tagen.

    Und was für eine krasse Party das doch damals in Saarbrücken und in Trier war, hat das Luxemburger Wort berichtet:

    Einem Festberichte der B.Z. über die Eröffnung der Rhein-Nahe- und der Saarbahn am 25. entnehmen wir Folgendes:

    „Die städtischen Behörden von St. Johann und Saarbrücken und die höheren Beamten dieser beiden zu einem Gemeinwesen vereinigten Städte empfingen Se. Königliche Hoheit den Prinz-Regenten mit ehrfurchtsvoller Begrüßung. Unmittelbar darauf begab sich der Regent in das überaus reich verzierte Stationsgebäude, in dessen Räumen ein von den Bürgerschaften angebotenes Frühstück bereitgehalten war. Vor Beginn desselben begrüßten der preußische Gesandte in Paris, Graf Pourtalès, der Commandant von Metz, Divisionsgeneral Maray-Monge, und der Präfekt von Metz, Baron de Jeanin, welch‘ letztere sich im Auftrage des Kaisers der Franzosen zu diesem Zwecke nach Saarbrücken begeben hatten, den Prinz-Regenten, welcher den französischen Herren, die er mit der Einladung beehrte, am Déjeuner Theil zu nehmen, huldvolle Aufmerksamkeit bezeugte. Der Regent trat vorher noch an der anderen Seite des Stationsgebäudes in’s Freie, um die Begrüßung der hier mit Fahnen und Emblemen aufgestellten Gewerke von St. Johann und Saarbrücken entgegenzunehmen, und nahm hierbei Veranlassung, einige wahrhaft patriotische Worte an die versammelte Menge zu richten, indem Er äußerte, wie Preußen niemals zugeben werde, daß auch nur ein Fußbreit deutschen Landes verlorengehe.“

    In Trier brachte Se. Königliche Hoheit den folgenden Trinkspruch aus: „Mit Freude und mit Dank nehme Ich diese Betheuerung [der Liebe und Treue] entgegen und halte mich fest überzeugt, daß die hier von dem Organe der Stadt Trier ausgesprochene Gesinnung auch diejenige eines jeden Trierers, sowie aller Bürger der ganzen Rheinprovinz und des ganzen Staates sei; ich halte Mich also überzeugt, daß diese Gesinnung sich auch in allen vorkommenden Wechselfällen bewähren werde, daß namentlich kein Trierer an meinem besonderen Wohlwollen für diese Stadt zweifeln werde! (Unterbrechung durch ein begeistertes dreimaliges Zustimmen.) Ich fühle mich glücklich, das Werk, welches Mein königlicher Bruder begonnen, zum Heile und zum Segen des Staates auszuführen und leere dieses Glas auf das Wohl der Stadt Trier!“

    (Zitiert nach http://www.eluxemburgensia.lu, Public Domain)