Danke Harald, habe es eben auch gerade bei der SZ gelesen, mein erster Gedanke war: Wäre das die Lösung, das mittlerweile bis zu 100 Millionen Euro teure Vorhaben S-Bahn Verlängerung nach ZW zu ersetzen?
Klares Nein. Es gib keine wirtschaftlicher und zuverlässiger zu betreibende Eisenbahnfahrzeuge als Elektrofahrzeuge. Insofern wäre es töricht, auf den Bau einer bereites genehmigten (!) Oberleitungsanlage zu verzichten. Akku-Triebwagen sind schlechte Notlösungen.
Denn ein solcher Akku-Zug zwischen HOM und ZW würde Millionen einsparen, Geld das wir sowieso nicht haben ...
Das Gegenteil ist der Fall. Man müsste extra Neufahrzeuge mit höheren Betriebskosten anschaffen, statt bereits vorhandene Fahrzeuge einzusetzen. Warum das so ist, haben die Vorredner bereits erklärt und wird hier im Forum seit vielen Jahren regelmäßig erklärt.
Mit etwas Nachdenken könnte die Relation nach Homburg den dort abfahrenden S-Bahnen angepasst werden, sodass keine nennenswerte Umsteigezeit anfallen würde. Ich gehe noch einen Schritt weiter; Ab Zweibrücken könnten diese Zubringer-Akku-Züge doch gleich bis Kaiserslautern fahren.
Das wäre Unfug. Im Interesse der Stadt Homburg und der Stadt Zweibrücken ist es doch, dass die S 2 und am besten auch die S 1 nach Zweibrücken durchgebunden werden, um endlich eine umsteigefreie Direktverbindung zwischen Zweibrücken und dem Saarpfalz-Kreis nach Mannheim herzustellen. Von jedem Zug der nach Zweibrücken fährt, profitiert das Saarland automatisch.
Der jetzige Zustand ist untragbar, weil man von Mannheim nach Homburg zuverlässig nur mit dem SÜWEX oder der S 1 kommt. Wenn man den SÜWEX in Mannheim verpasst, muss man mit der S 2 nach Kaiserslautern fahren, wo häufig der Nahverkehrszug nach Homburg nicht erreicht wird. Es ist für alle Pendler und Kenner der regionalen Verkehrsverhältnisse unbegreiflich, warum Zweibrücken und Homburg sowie das Saarland nicht schon seit Jahren gemeinsam und beharrlich auf eine Durchbindung der S 2 nach Zweibrücken oder wenigstens bis nach Homburg bestehen.
Für Akku-Triebwagen von Zweibrücken über Homburg nach Kaiserslautern müsste man extra Neufahrzeuge beschaffen und eine neue Linie einführen. Möglicherweise würde dadurch sogar die S 1 entbehrlich. Das kann niemand im Saarland wollen.
Außerdem ist das ganze Thema nicht nur eine rein wirtschaftliche Frage. Ein Bahnangebot wird von Berufspendlern benutzt, die zuverlässig und pünktlich morgens bei ihrem Arbeitgeber auf der Matte stehen müssen. Deshalb brauchen Zweibrücken und Homburg umsteigefreie Direktverbindungen nach Mannheim, keine Regionalbahnen die in Kaiserslautern enden.