Am Montag bin ich über einen Beitrag gestolpert, dass in einem Gremium des Landjreises St. Wendel über die Ostertalbahn beraten wird:
SessionNet | Ostertalbahn
(Klick auf "Beschlussvorlage").
Zitate:
"Die KNDS wird keinesfalls die Ostertalbahn als Transportmittel nutzen."
"Das Land sieht selbst bei einer Ausweitung der touristischen Nutzung keinerlei Fördermöglichkeiten für Sanierungsarbeiten."
"Unter diesen Gegebenheiten scheint ein Rückzug als Eisenbahninfrastrukturunternehmen mit Abgabe der Betreiberverantwortung und Beendigung des Pachtvertrages aus Sicht der Verwaltung der sinnvollste Weg zur Vermeidung nicht abschätzbarer finanzieller Risiken zu sein. Gleichzeitig könnten hierdurch die Voraussetzungen geschaffen werden, den Erweiterungsplänen von KNDS Rechnung zu tragen."
Der AkO resigniert scheinbar auch schon:
"Einzige aus Sicht des AkO weiter verfolgbare Option stellt deren Variante 3 (Umbau in Oberkirchen zu einem Bahnhof und Nutzung der Restfläche in Schwarzerden als Betriebsbahnhof) dar. Die Varianten zu 1 werden vom AkO selbst ausgeschlossen, die Varianten zu 2 helfen der KNDS nicht weiter."
dazu:
Der Bau eines Ersatzbahn-hofes, völlig unabhängig von der gewählten Variante, erfordert den Einbau von mindestens zwei Weichen, die Schaffung von Abstellgleisen und den Bau eines Bahnsteiges. Alle Beteiligten stimmen darin überein, dass dies zu weiteren Kosten mindestens im 7-stelligen Bereich führen wird. Zwar sieht esder AkO so, dass diese Kosten von der SHS oder der KNDS zu tragen wären; dies hält die Kreis-verwaltung für wenig aussichtsreich. Fragen nach Lagerflächen und Gästeparkplätzen sowie der Stromversorgung sind dabei noch gar nicht thematisiert, die eisenbahntechnische Genehmigungsfähigkeit zudem noch fraglich und ein vorgeschaltetes Planfeststellungsverfahren unabdingbar.
Beschlussvorschlag:
Der Kreistag beschließt
•die Verkaufsabsicht des kreiseigenen Grundstückes Gemarkung Schwarzerden, Flur 4, Flurstück Nr. 47/9 (3.820 m²) für Zwecke der KNDS
•die Beauftragung einer Anwaltskanzlei mit der Prüfung, welche Optionen für den Landkreis St. Wendel bestehen, um von der Betreiberverantwortung für die Ostertalbahnstrecke entbunden zu werden.
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Sieht also für mich danach aus, als wäre das Ende der Ostertalbahn nahezu besiegelt. Traurig und Enttäuschend, da hätte ich mehr vom Landkreis Sankt Wendel erwartet.
Leider kein Aprilscherz.
Man hätte sicher auch eine andere Lösung gefunden, gerade für die Rüstungsindustrie bietet sich der Transport über die Gleise doch an. Aber tausende schwerer LKW auf den öffentlichen Straßen sind wohl billiger und die Profite sind höher...
Habe jetzt erst den SR-Artikel gelesen... lässt ja an die Hunsrückbahn erinnern... das macht Hoffnung!