Hallo zusammen
nachdem ich wegen Zeitmangel in der letzten hier nicht aktiv war muss ich mich bei diesem Beitrag doch nochmal melden um ein paar Irrtümer beiseite zu räumen.
- Dass die Akkuzüge für Homburg - Zweibrücken wirtschaftlicher als die Elektrifizierung und der Betrieb mit 425 sein sollen muss ich sehr bezweifeln. Anhand der Studien und Kostenschätzungen welche alle für jeden Online verfügbar sind (oder zumindest waren) kann man das gerne nachrechnen. Der geringste Teil der Investitionen fällt wohl auf die Elektrifizierung. Zu bedenken:
- Für den Betrieb mit Akkufahrzeugen muss ein solches angeschafft (und auch mehr Reserve) vorgehalten werden, Bei den 425 ist das nicht der Fall da das Fahrzeug ohnehin in Homburg die Zeit absteht. Also fällt für das Fahrzeug außer einer etwas höheren Laufleistung und dadurch der Verschleiß keine Kosten an.
Die Ladung nur in Homburg würde nicht ausreichen, also müsste (wie auch für die RB 68) Zweibrücken trotzdem eine Oberleitung bekommen. Da in Zweibrücken keine 15kV 16 2/3 Hz aus der Steckdose kommen müsste hier ein extra Umspannwerk errichtet werden. Durch die Elektrifizierung von Homburg kommt der Strom über die Oberleitung von Homburg nach Zweibrücken.
- Das nicht nur Pirmasens Nord sondern auch die Strecke bis zum Tunnel elektrifiziert wird wurde nun ja auch schon geschrieben. Daher Akkuverbrauch für diesen Streckenabschnitt = 0. Beim bergab Fahren wird sogar Bremsenergie gewonnen. Zudem kann der Zug auch während der Fahrt trotz Stromverbrauch für den Antrieb die Akkus laden. Die Oberleitung gibt das her. Man denkt hierbei an das bisschen Energie was der Triebwagen braucht um den Berg erklimmen zu können im Vergleich zu einem schweren Güterzug (zB Erz mit 2x 189 und 5400t). Die Ladezeit von 0-100% unter 15kV beträgt bei den Stadtler Akku Flirt 20 Minuten.
- Nach der Generalsanierung der Ludwigsbahn (sofern sie denn in vollem umfang kommt, bis dahin ist ja schließlich noch viel Zeit und die Korridore sind bisher nur bis 2027 finanziell gesichert) wird es auch erstmal eine Baufreiheit geben abgesehen von ein paar kleineren nächtlichen IH Sperrungen.
- Ein laden der Akkus unter 750 Volt ist nicht möglich. Hierfür bräuchte es ja eine weitere elektrische Ausrüstung auf Grund der anderen Eingangsspannung. Aber die Oberleitung in Lebach ist so gebaut, dass sie auch mit 15kV 16 2/3Hz betrieben werden kann. Ursprünglich war ja geplant das Illtal komplett zu elektrifizieren, wovon man aber ja auch wieder abgekommen ist. Dafür wird Vlexx irgendwann mal Akku Talent 3 haben (mindestens einer ist ja bereits wieder bei Bombardier zum Umbau). Die Strecke bis Merchweiler ist ja schon mal ein Großteil, außerdem soll bis Illingen (Wemmetsweiler Kurve) auch elektrifiziert werden. Für Nachts soll in Lebach eine entsprechende Ladeinfrastruktur entstehen. Die Saarbahnen (sowohl aktuelle als auch die neuen) können ja mit beiden Spannungen umgehen so dass es auch für diese möglich wäre in Lebach bis Jabach unter 15kV zu fahren.
Gruß Florian