Reaktivierungen : Neuer Anlauf !

  • Reaktivierung von fünf Bahnstrecken

    Im Saarland sollen auf Empfehlung des
    Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen
    und der Allianz Pro Schiene fünf still-
    gelegte Bahnstrecken mit einer Länge
    von rund 65 km reaktiviert werden.

    Das geht aus einer Studie hervor, die
    beide Verbände am Montag in Berlin vor-
    gestellt haben. Vom Nahverkehr unter-
    versorgte Regionen erschließen könnte
    die Strecke Lebach-Jabach-Wadern.

    Das treffe auch auf die Strecken von
    Merzig nach Kostheim am See, die Stre-
    cken Völklingen-Walpertshofen-Etzenho-
    fen, Homburg-Zweibrücken und von Saar-
    brücken Saardamm bis Überherrn zu.


    Quelle : Saartext-Seite 113 vom 20.05.2019


    Dazu mein Kommentar :

    "Eulen nach Athen tragen !"


    Ich finde es langsam etwas peinlich, diese Themen immer

    wieder anzusprechen, wo doch mittlerweile völlig klar ist,

    welches gigantische Problem die Landespolitik damit hat.


    VG


    Harald


    Edit 20.05.2019 : Korrektur


  • Ich habe kurz selbst recherchiert, hier


    https://www.sol.de/archiv/news…eurer-als-erwartet,122516


    Ist die Rede von 71,4 Mio Baukosten plus 9,9 Mio Planungskosten für 12 km ergibt 6,775 Mio/km.


    Das ergibt für die 65 Saarländischen Reaktivierungskilometer einen Bedarf von ~0,4 Mrd € nur für die Infrastruktur ohne Fahrzeuge.


    Die Umlage auf jeden Saarländischen Kopf ist bei einer Bevölkerung von 1Mio einfach zu errechnen. Bei 20 Jahren Abschreibung liegen wir hier bei 20€ je Kopf und Jahr.


    Den Wirtschaftseffekt bei Vergabe der Bauarbeiten an regionale Unternehmen lasse ich mal außen vor.


    Schade nur, dass daraus nichts wird...


    Gruß Stefan

  • Bei der Berechnung musst du aber auch noch bedenken, dass der Spitzeichtunnel sehr aufwändig saniert und für die Oberleitung ertüchtigt werden musste und auch der Eiweiler Viadukt einiges verschlungen hat. Also sind die Kosten bei einer einfachen Streckenführung ohne Kunstbauten noch geringer.


    Das Türkismühle-Hermeskeil nicht enthalten ist überrascht mich aber auch ein wenig, ebenso hätte ich mit Lebach-Jabach - Dillingen gerechnet.


    Sehr interessant finde ich aber auch das man bei SR wohl noch nicht einmal die Saarländischen Gemeinden kennt. Kostheim am See ist mir bisher neu.


    Wenn man sich die von Pfalzbahn verlinkte Datei genau ansieht ist aber auch das ein oder andere merkwürdig. So wusste ich zB garnicht, dass nach Losheim immer noch Güterzüge fahren

  • Quote

    Die Umlage auf jeden Saarländischen Kopf ist bei einer Bevölkerung von 1Mio einfach zu errechnen. Bei 20 Jahren Abschreibung liegen wir hier bei 20€ je Kopf und Jahr.


    Den Wirtschaftseffekt bei Vergabe der Bauarbeiten an regionale Unternehmen lasse ich mal außen vor.


    Hallo Stefan,


    das kann man so natürlich nicht rechnen. Denn die Schienenverkehrswege des Bundes (wie z.B. die Strecke Homburg-Zweibrücken) werden vom Bund finanziert. Du müsstest die Kosten pro Kopf kennen, die jeder Saarländer als Bundesbürger zahlt und dann den Anteil für die Strecken im Bund abziehen.


    Für die Abschreibung sind 20 Jahre zu kurz. Dieser Zeitraum ist auch nicht angemessen, weil die Infrastruktur normalerweise eine deutlich längere Nutzung über Jahrzehnte erlaubt.

  • Hallo Stefan,


    das kann man so natürlich nicht rechnen. Denn die Schienenverkehrswege des Bundes (wie z.B. die Strecke Homburg-Zweibrücken) werden vom Bund finanziert. Du müsstest die Kosten pro Kopf kennen, die jeder Saarländer als Bundesbürger zahlt und dann den Anteil für die Strecken im Bund abziehen.


    Für die Abschreibung sind 20 Jahre zu kurz. Dieser Zeitraum ist auch nicht angemessen, weil die Infrastruktur normalerweise eine deutlich längere Nutzung über Jahrzehnte erlaubt.


    Das ergäbe dann aber eine noch geringere Summe. Somit sollte sich angesichts von Fridays for Future, gar nicht mehr die Frage der Wirtschaftlichkeit stellen.


  • Hallo und herzlich willkommen hier im Forum!


    Könntest Du bitte genauer erklären, um was es geht und wer was überprüft?

  • Bis Wadern wäre ja ein Hammer, dann wäre der Raum auch wieder besser angebunden...


    Merzig-Losheim wäre keine Option? Wäre ja vielleicht auch in Kombination mit der Lebacher Strecke interessant (via Dillingen) oder alternativ mit Kopf-machen Losheim-Merzig-Dillingen-Bouzonville :)

    Ja vorallem könnte man dann ja von Losheim nachdem man mit der Museumsbahn gefahren ist nach Dillingen wo man dann Güterzüge fotografieren kann

  • Gutachten zu stillgelegten Bahnstrecken
                                           
    Bei fünf ehemaligen Bahnstrecken im
    Saarland wäre eine Reaktivierung sinn-
    voll. Das Wirtschaftsministerium teilte
    dem SAARTEXT mit, zu diesem Ergebnis
    komme ein neues Gutachten.
                                           
    Alle jemals im Personenverkehr betrie-
    benen Bahnstrecken seien dafür unter-
    sucht worden. Die Strecken Saarlouis -
    Schmelz und Saarbrücken - Großrosseln
    hätten die beste Bewertung erhalten.
                                           
    Sie seien mit relativ geringem Aufwand
    reaktivierbar. Auch bei den Strecken
    Merzig - Losheim, Schmelz - Wadern und
    Völklingen - Überherrn sehe der Gutach-
    ter dafür ein relativ hohes Potenzial.


    Quelle : Saartext-Seite 113 vom 08.02.2020


    Ein schönes Wochenende wünscht


    Harald

  • Bei unserer Landesregierung würde ich drauf wetten, dass auch in 10 Jahren wenig passiert ist, zumindest wird dann noch nix reaktiviert sein.

    Ganz so schwarz sehe ich da nichts. In den 10 Jahren wird es mindestens 10 weitere Gutachten geben von deren Kosten die erste Strecke schon reaktiviert wäre. Reaktiviert ist dann wirklich noch nichts.